Bondage 101 - Der Seilknebel
Bondage ist wirklich nicht schwer, sollte man meinen. Selbst bei Heteros gehören Handschellen am Bettgestell teilweise zur Standard-Schlafzimmerausstattung (habe ich letztens bei einem Umzug wieder gemerkt…). Oft bleibt es aber bei diesen klapperigen Blechteilen mit Panik-Hebelchen und - *schüttel* (rosa) Plüsch. Damit das nicht so bleiben muss
, werde ich in diesem Blog hin und wieder etwas Material, die ein oder andere Bondage-Position und ein paar Tricks und Kniffe vorstellen.
Ich weiß auch, dass ich kein echter Bondage-Profi bin und dass mir noch sehr viel Material und Erfahrung dafür fehlt. Aber was ich bisher gelernt und für gut befunden habe, möchte ich weitergeben. Wer sinnvolle Kommentare, Tipps oder Verbesserungsvorschläge hat, der kann sie unten in einem Kommentar für alle lesbar anbringen. Vielleicht entwickelt man ja so gemeinsam eine Technik etwas weiter.
Für den ersten Beitrag möchte ich nicht mit langweiligen Dingen wie Material- oder Sicherheitskunde anfangen, sondern mit etwas, das ich vor Kurzem erst gelernt habe. Ich hoffe Dennis ist nicht sauer auf mich, wenn ich hier darüber blogge - er hat es mir beigebracht.
Die Rede ist vom Seilknebel. Wer keinen echten Gummi/Lederknebel sein Eigen nennen kann, der greift oft zu Dingen, die zur Hand liegen. Tücher, Socken, Tape - alles was für Ruhe sorgt wird benutzt. Hier eine Methode, wie man das gute alte Seil auch dafür zweckentfremnden kann.
[Bild nicht gefunden]Man fängt mit einem einfachen Knoten, den man aber nicht zu zieht. Die benötigte Schlaufe kann gerne etwas größer sein - je größer ihr die Schlaufe macht, desto breiter kann nachher der Knebel werden.
Für den einfachen Knoten habt ihr das Seil ja einmal durch die Schlaufe gezogen. [Bild nicht gefunden] Diesen Schritt wiederholt ihr jetzt so lange, wie in der Schlaufe Platz ist. Einfach ein Ende des Seils immer wieder durch die Schlaufe ziehen - es entsteht so eine Spirale an einer Seite der Schlaufe.
Zu beiden Seiten der Schlaufe mit Spirale habt ihr jeweils ein Ende Seil. [Bild nicht gefunden] An diesen wird jetzt kräftig gezogen. Die Schlaufe sollte sich nun zuziehen und die Spirale sehr eng und fest werden. Wie einfach das geht, hängt von der Seiloberfläche und der Wicklung der Spirale ab (und von eurer Kraft *g*). Wenn es sich nicht gut zuziehen lässt, schiebt einfach die Spiralwicklungen von hand etwas zusammen.
[Bild nicht gefunden]Das Ergebnis sollte nun etwa so aussehen. Mit den verbleibenden Enden kann man den Knebel hervorragend hinterm Kopf befestigen oder sogar den Kopf irgendwo anders dran (Sicherheit beachten!!!)
Ich hoffe mal, dass euch das als erster Praxistipp gefällt. Die eine oder andere Idee für [Bild nicht gefunden] weitere 101-Artikel hab ich schon, es kann also bald weiter gehen.
PS: Das Seil sollte man nach dieser Art der Benutzung immer mal waschen. Knebel haben ja so was unerhört sabberiges an sich…

21. September 2008
Geht übrigens am besten, wenn man dafür ein Nylonseil benutzt - die sind im Vergleich zu Baumwolle etwas glatter.
10. Oktober 2008
Wenn man die Wickelprozedur ein zweites mal wiederholt erhält man zwei überienanderliegende Knebel… was die konversation noch wesentlich erschwärt
aber wirkliich tolle idee… wär ich selber nicht draufgekommen… danke^^